Kaum eine staatliche EInrichtung, gleich auf welcher Ebene, hat bislang auch nur ansatzweise eine nachvollziehbare, sinnvolle und funktionierende Digitalisierung zustande gebracht und die Corona Pandemie hat diese ganzen Defizite und nicht erfüllten Anforderungen gnadenlos offen gelegt. Und was tun wir jetzt? Na, ganz einfach: Wir rufen noch lauter nach dem nächsten Wunderwerkzeug: Die KI!

Es ist erstaunlich, in welcher Art und Weise hier von Dingen gesprochen wird, bei denen anscheinend nicht einmal die Grundlagen wirklich verstanden wurden, aber deren unglaublich und zwingenden positiven Wirkungen schon feststehen. Allein die wieder mal typisch politische Wunsch-Semantik zeigt, dass versucht wird, sich mit weiteren tollen Schlagworten der (nächsten) vermeindlich „Technik“ in den Lichtstrahl des „Zukunftsdenkenden“ mit hieneinzustellen.

Viele Worthülsen und keine erkennbaren Maßnahmen. Immerhin wird aber die KI zumindest energietechnisch ansatzweise einer kritischen Betrachtung unterzogen. Die Warnungen weltweit führender Forscher in Bezug auf den bereits grundsätzlichen EInsatz der KI werden nicht einmal erwähnt. Hier mal ein kleines Zitat mit Quelle zum kurzen ersten Einlesen in dieses extrem komplexe Thema:

„Wenn führende Forscher und Entwickler ein Moratorium für die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz (KI) fordern, ist das nicht der übliche Alarmismus. So veröffentlichte eine Projektgruppe solcher Fachleute eine Arbeit mit dem Titel „The Malicious Use of Artificial Intelligence“ („Bösartige Nutzungen Künstlicher Intelligenz“). Zu der Gruppe gehören unter anderen die Universitäten Stanford, Yale, Oxford und Tohoku sowie Entwickler von Microsoft, Google und dessen Tochterfirma, des momentan führenden KI-Unternehmens DeepMind.“

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/digital/technologie-fuehrende-forscher-warnen-vor-kuenstlicher-intelligenz-1.3878669

Also: 150 (!) Mio EUR Investitionen in eine Branche, die mittlerweile jeden Morgen aufsteht und sich der ganzen Gelder aus allen Bereichen gar nicht mehr erwehren kann.

Zitat der Bundesumweltministerium Svenja Schulze:

„Künstliche Intelligenz wird bislang noch kaum mit Klimaschutz in Verbindung gebracht – zu Unrecht. Mit KI können wir, einfach gesagt, große Datenmengen analysieren und so Muster, Trends und Fehler erkennen und vorhersagen. Was abstrakt klingen mag, nützt der Umwelt auf ganz konkrete Weise: bei der Umstellung unserer Energieversorgung auf Sonnen- und Windkraft zum Beispiel. Oder der besseren Vorhersage von Umweltkatastrophen. Gleichzeitig darf eine Technologieentwicklung nie zum Selbstzweck werden, sie muss sich vielmehr am Gemeinwohl ausrichten. Dies wollen wir durch unsere Förderpolitik sicherstellen. Hierbei gilt es, gerade auch ökologische Schattenseiten der KI in den Blick zu nehmen. Denn nicht nur die Milliarden von Berechnungen auf Hochleistungsprozessoren, die den KI-Systemen ihre beeindruckenden Fähigkeiten verleihen, verschlingen viel Energie, gleiches gilt auch für den Transport und die Speicherung der riesigen Datenmengen.“

Quelle: https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-kuenstliche-intelligenz-fuer-umwelt-und-klima-besser-nutzen/

Einfach mal laut vorlesen…Dem ist wohl kaum noch etwas hinzuzufügen…

Also: Nun haben wir endlich DIE Lösung für die Probleme der Welt: Digitalisierung UND KI!

Tipp an die Wirtschaft und alle Teilen in der Gesellschaft: Bitte ab sofort nicht mehr nur lautstark nach „der Digitalisieung“ schreien, sondern gleich noch die KI mit daranhängen! Das klingt doch noch besser, oder?

Jetzt ist doch alles klar! Warum sind wir da eigentlich nicht schon früher drauf gekommen?

HIer die 5 Punkte:

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Digitalisierung/factsheet_ki_bf.pdf

Ein Tipp für eine nähere Beschäftigung mit den Risiken bei einem Einsatz von KI (hier im Finanzbereich):

https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2021/meldung_210615_Prinzipienpapier_BD_KI.html