Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat mitgeteilt, dass er aufgrund neuerer Analysen aktuell von einem Temperaturanstieg von bis zu 4 Grad ausgehe. Klar gestellt wird dabei, dass es nach Ansicht der Experten nicht ausreiche, was wir gerade tun, um zu versuchen den Klimawandel aufzuhalten.

Im Gegenteil:

Der Kohlendioxid Ausstoß geht nach den Erkenntnissen der Fachleute nämlich unvermindert weiter. Daran haben übrigens, wie nun ebenfalls festgestellt wurde, die gesamten extremen weltweiten Beschränkungen durch Corona nur kurz, im Ergebnis aber wohl so gut wie gar nichts geändert.

Wichtig ist, dass der DWD klarstellt, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland unmissverständlich und unstreitig erkennbar und nachweisbar sind: 2020 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Und das übrigens wiederum nicht nur in Deutschland, sondern weltweit!  Des Weiteren hat die Meereisfläche in der Arktis den zweitniedrigsten jemals gemessenen Wert erreicht.

Die weltweiten Wetterextreme haben ebenfalls extrem zugenommen, in deren Häufigkeit und den jeweiligen Auswirkungen. In einigen Regionen der Welt lagen so z.B. die Niederschlagsmengen um 500% über dem vieljährigen Mittelwert und die Anzahl der sog. schweren Stürme haben ebenfalls neue Rekordwerte erreicht. So wurden z.B. die Folgen der katastrophalen Feuerkatastrophe in Australien nur wenige Wochen später durch extreme Überschwemmungen sogar noch einmal übertroffen. Alles wird also immer extremer und die Extreme selbst treten in immer kürzeren Abständen auf. Übrigens eine Entwicklung, die die Experten und der Weltklimarat bereits in den 90er Jahren ganz klar prognostiziert haben!

Gerade für die Landwirtschaft war 2020 ein weiteres schweres Jahr. 8 Monate des Jahres waren viel zu trocken und die restlichen 4 dafür viel zu nass und 11 der 12 Monate waren im dritten Jahr in Folge viel zu warm.

Nur durch den Regen im Spätsommer konnte zumindest in einigen Regionen Deutschlands noch ein Totalausfall von einigen Ernten vermieden werden. Die Prognosen für dieses Jahr sehen leider wieder schlecht aus und dieses Jahr wird nach 3 trockenen Jahren nicht nur für die Landwirtschaft, sondern u.a. auch für den gesamten Wald eine, vielleicht die letzte, harte Prüfung werden. Wenn es nicht sehr viel im April regnen wird, wird es hier für beide Bereiche sehr gefährlich.

Der DWD hat übrigens noch etwas Anderes bestätigt: Die CO2-Konzentration ist trotz der weltweiten extremen Corona-Beschränkungen (insbesondere auch der Wirtschaft) weiter gestiegen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die globale Mitteltemperatur nachweislich schon um 1,1 Grad gestiegen und in Deutschland sogar schon heute um unglaubliche 1,6 Grad!

Ich sage es noch einmal:

Wenn wir es nicht einmal schaffen, mit den von allen gehassten Be- und Einschränkungen durch die Coronapandemie diese Entwicklung aufzuhalten, wann und wie dann?

Sobald die Beschränkungen weniger werden, werden wahrscheinlich viele Menschen sehr schnell alles nachholen, was sie in den letzten 12 Monaten so schmerzlich vermisst haben: Der dann u.a. drohende rasante Anstieg z.B. der weltweiten Flüge und das Hochfahren der Wirtschaft aufgrund der gesteigerten Nachfragen, wird uns wohl dann leider noch schneller und sicherer direkt in die Katastrophe führen. Ein Rückgang ist hier jedenfalls nicht zu erwarten, wenn alles wieder „starten“ wird.

Zudem war übrigens auch der Winter 2020/2021 hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge.

Was muss noch geschehen, was muss noch bewiesen werden, damit endlich das passiert, was ohnehin schon lange unvermeidbar ist?

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