Seit dem Wechsel in das neue Jahrtausend, hat der Anbau von Mais in Deutschland um unglaubliche 80% zugenommen. Insgesamt nimmt er heute daher schon eine Fläche von fast 2,7 Millionen Hektar in Anspruch. Das ist eine sehr große Fläche, deren Größe sogar noch beeindruckender wird, wenn man bedenkt, dass dies rund ein Viertel unserer gesamten Ackerfläche ist.

Aber für was brauchen wir diese großen Mengen an Mais? Für die Ernährung? Ja, aber nicht für die der Menschen. Rund zwei Drittel der gesamten Ernte wird in der Tierfütterung und der Rest in den Biogasanlagen verbraucht.

Das allein wäre sicher schon eine unter gleich mehreren Gesichtspunkten zu überdenkende Praxis, da die Ackerfläche sinnvoller eingesetzt werden könnte. Aber das allein ist es nicht. Der Anbau von Mais, insbesondere in solchen Mengen, hat enorme Auswirkungen. Er braucht so zum Beispiel sehr viel Stickstoff, der den Böden meist durch eine extreme Düngung zugeführt werden muss.

Des Weiteren wächst er erst spät und schützt bis zu einer eigenen gewissen Pflanzengröße den Boden über einen langen Zeitraum des Frühjahrs nur sehr wenig vor direkten Umwelteinflüssen, wodurch wichtige Bodenschichten leichter durch Wind abgetragen oder durch Regenwasser weggeschwemmt werden können.

Von den weiteren bekannten Problemen einer solchen starken Monokultur, dem hohen Verbrauchs wichtiger Anbauflächen für andere Erzeugnisse und dem damit verbundenen großen Einsatz von Gift und Wasser ganz zu schwiegen.

Eine mehr als nur bedenkliche Entwicklung, die damit nicht nur die begrenzten und immer wichtiger werdenden Agrarflächen für eine sinnvollere Nutzung sperrt, sondern einer in weiteren Teilen wohl vermeidbaren zusätzlichen Belastung der Umwelt führt.

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