Ich habe mehrere Anfragen erhalten, ob ich denn auch SoLaWis, regionalen Vertragslandwirtschaften (RVL) und Community Supported Agriculture (CSA) im Bereich der Digitalisierung betreuen würde, da ich ja meist über Bio-Höfe und Bio-Betriebe spreche. Meine klare Antwort: Aber natürlich!

Gerade diese besonderen Formen einer nicht-industriellen und marktunabhängigen Landwirtschaft müssen aufgrund ihrer zum Teil sehr spezifischen rechtlichen Strukturen ein paar zusätzliche Vorgaben bei der Digitalisierung beachten. Diese erwachsen meist aus diesen selbst unmittelbar aber auch mittelbar, z.B. aus deren Zielsetzungen. So kann z.B. das Vorliegen einer genossenschaftlichen Grundstruktur zu weiteren Aufgaben führen, wenn es um die Bereiche Datensicherheit, Datenschutz und IT-Sicherheit geht. Zudem ergeben sich u.U. zusätzliche Probleme durch die verschiedenen Personen, die z.B. auf Daten zugreifen könn(t)en.

Neben den besonderen Anforderungen an eine Digitalisierung, erwachsen u.a. aus den Bereichen Umweltschutz, Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit und den Grundsätze und Umsetzungsformen einer sozial-ökologischen Wirtschaft, spezielle Anforderungen an die rechtlichen Vorgaben eines Datenschutzes, sowie u.a. dem so ungemein wichtigen „Eigentum an den Daten“. 

Schließlich hat die „Beteiligung“ von Privatpersonen an diesen besonderen Wirtschaftsformen mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf die Digitalisierung der einzelnen und meist doch unterschiedlichen Betriebe, die nicht unterschätzt werden sollten. Das gilt insbesondere dann, wenn die diese in verschiedenen Rechtsformen, Ausgestaltungen und Zielsetzungen betrieben, und damit ggf. unterschiedliche Verfahren und Prozesse benötigt werden.

Es ist daher dringend erforderlich, bei der strategischen Ausrichtung diese Punkte mit einzubeziehen.