Jetzt nur noch 3 Jahre…neue Daten des Weltklimaberichts zeigen immer mehr erschreckende Szenarien auf!

Jetzt nur noch 3 Jahre…neue Daten des Weltklimaberichts zeigen immer mehr erschreckende Szenarien auf!

Neue bekanntgewordene Zahlen des neuen Weltklimaberichts zeigen auf, dass bei weiter steigenden Treibhausgasemissionen selbst das 2 Grad Ziel bereits in 3 (!) Jahren nicht mehr erreicht werden könnte. Die schon angedrohte Korrektur des möglichen Zeitrahmens auf 2030 erfährt so einen weitere – zu erwartende – extreme Verschärfung.

Zwei Dinge werden immer deutlicher:

  1. Das Ziel, die Erderwärmung nur auf 1,5 Grad zu beschränken, ist wohl offenkundig nicht mehr erreichbar. Im Gegenteil. Wir werden viel früher eine sogar noch größere Erwärmung erreichen.
  2. Der Zeitrahmen, bis diese Zahlen erreicht werden, wird immer weiter nach vorne „verlegt“.

Man muss daher davon ausgehen, dass wir den Kampf, so wie er heute noch in der Öffentlichkeit als mögliche Maßnahme kommuniziert wird, längt verloren haben. Wir müssen nun schneller stärkere Maßnahmen umsetzen, sonst werden wir uns nur noch mit den katastrophalen Folgen auseinandersetzen können.

Besonders traurig:

Insbesondere die Agrawirtschaft wird gerügt, da u.a. das 20 bzw. bis 300 -fach stärker wirkende Methan und Lachgas nicht nur weiterhin in viel zu hohem Maße verwendet, sondern auch in viele Strategien nicht ausreichend, oder sogar gar nicht berücksichtigt wird. Warum dieses fehlende Berücksichtigen? Nur ein Versehen?

Aber auch wir müssen endlich unsere Ernährung, unseren Umgang mit Lebensmitteln ändern und insbesondere unseren Fleischkonsum drastisch einschränken. Denn wir sind es, die die Landwirtschaft in vielen Bereichen nahezu dazu nötigt, die Böden weiter auszubeuten und zu zerstören und mit Pestiziden verseuchte Monokulturen geradezu zu provozieren. Von den ganzen mittelbaren Wirkungen, u.a. durch den absurden Wasser- und Engergieverbrauch ganz zu schweigen.

Wir alle sind gefordert und sollten endlich handeln und aufhören immer nur die Schuld bei anderen zu suchen oder mit dem falschen Argument, dass, wenn nur wir etwas machen, es sowieso nichts hilft, einfach weiterzumachen wie bisher.

Die Verantwortung liegt bei jedem einzelnen von uns.

Bei jedem!

Neuer erschreckender Bericht des Weltklimarates liegt vor!

Neuer erschreckender Bericht des Weltklimarates liegt vor!

Der Weltklimarat hat in der letzten Woche seinen neuesten Bericht vorgelegt und die Ergebnisse sind schockierend!

Die Prognosen sind schlecht. Sehr schlecht. Eigentlich keine Überraschungen, wenn man sich nur einmal die aktuellen Entwicklungen ansieht, die wir gerade täglich in den Nachrichten weltweit sehen. Nicht für möglich gehaltene Hitzrekorde und verherrende Waldbrände u.a. im gesamten Mittelmmeerraum und immer neue geradezu absurd erscheinende „Hitze-Rekorde“. Auf der anderen Seite und vielleicht sogar nur wenige 100 Kilometer entfernt dann Überschwemmungen und Extremwetterereignisse in allen Ausprägungen.

Fakt ist (und auch das ist nicht neu!), dass unsere bisherigen Bemühungen ganz klar nicht ausreichen werden. Im Gegenteil: Bereits 2030 werden wir nun wohl schon die Erwärmung um 1,5 Grad erreicht haben, und damit noch einmal zehn (!) Jahre früher, als es noch vor gar nicht allzu langer Zeit vorhergesehen wurde. Und seinen wir ehrlich: Dieses Datum wird in den nächsten Jahren noch weiter nach vorne korrigiert werden, daran bestehen keine Zweifel.

Es stellt sich immer mehr die Frage, ob wir den Kampf nicht wirklich schon längst verloren haben und nun „nur noch“ versuchen können, mit den ganzen weltweiten Katastrophen „irgendwie zu überleben“.

Allein die Flutkatastrophe in einigen wenigen Teilen Deutschlands wird wohl mehr als 30 Mrd. EUR kosten. Diese Zahl macht deutlich, welche unvorstellbaren Kosten auf die Menschen weltweit zukommen werden, wenn die klar sichtbare Klimaentwicklung sich weiter so entwickeln wird, wie es heute schon praktisch überall zu sehen ist.

Besonders die zunehmende Häufigkeit der „Wetter-Jahrhundertereignisse“ macht Angst und der heute nun schon prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 62 (!) cm und der klar erkennbare Zusammenbruch der Atlantischen Umwälzströmung (AMOC) , inkl. des damit dann auch zusammenbrechenden Golfstroms, lassen Bilder entstehen, deren Inhalte selbst in Hollywood Blockbustern unmöglich erscheinen.

Fakt ist auch, dass dieser Wandel von uns Menschen verursacht wurde und die CO2 Konzentration in der Atmosphäre höher ist als zu jedem anderen Zeitpunkt der letzten 2 Millionen Jahre!

Interessant an dem Bericht ist die Darstellung der regionalen Auswirkungen weltweit, die man sich individuell ansehen kann (interaktiver Atlas).

insbesondere die Landwirtschaft wird sich daher sofort auf erhebliche Auswirkungen einstellen müssen, in deren Rahmen immer neue und schlimere Hitze- und Dürreperioden und extreme Regenmengen in kürzeren Zeiträumen möglich sind. Eine Landwirtschaft mit vorhersehbaren und halbwegs sicheren Zeitpunkten in Bezug auf Saat und Ernte wird es wohl nicht mehr geben.

Die Herausforderungen nehmen also immer mehr zu und alle sind hier gefordert endlich konsequent zu handeln.

Der IPCC lässt zumindest eine kleine hoffnung zu, denn nach den Prognosen könnten wir bei einer wirklich sofortigen drastischen Reduzierung der Emmissionen und eine solche auf auf Null bis spätestens 2050 die Erderwärmung auf 1,5 Grad beschränken. Aber wer will diese Handlungen vorschlagen und dann auch durchführen?

Man sollte und darf die Hoffnung nicht aufgeben, dennoch erscheint dies alle aber so gut wie nicht mehr erreichbar, denn echte Maßnahmen sind doch nicht einmal in Sicht. Der Wahlkampf in Deutschland macht deutlich, dass auch bei uns die reinen wirtschaftlichen Interessen weiterhin im Vordergrund stehen. Wenn z.B. der Kanzlerkandiat der CDU sagt, dass er zwar Klimaschutz wolle, aber nicht um jeden Preis, dann zeigt dies deutlich, dass hier in großen Teilen der Politik trotz der ganzen klaren Fakten weiterhin am alten System festgehalten wird. Statt endlich aufzuwachen, rasen wir mit zunehmender Geschwindigkeit auf die Wand zu.

Je länger wir warten, destro drastischer und einschneidender werden die Maßnahmen.

https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/

45,4% des verbrauchten Stroms stammen aus erneuerbare Energien

45,4% des verbrauchten Stroms stammen aus erneuerbare Energien

Das Bundesumweltamt hat in einer ausführlichen Stellungnahme die neuen Zahlen zur Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland veröffentlicht. Es ist sehr schön zu sehen, dass wir aktuell bereits 45,4% des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Im Vergleich: 2015 waren es nur 31,5%.

Hier die umfangfreichen Ergebnisse des Bundesumweltamtes:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen

Besonders intereesant sind die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen des BUM in Bezug auf die durch die erneuerbaren Energien eingesparten Treibhausgase. Es schreibt hierzu:

„Die steigende Nutzung erneuerbarer Energien führt zu einer Verdrängung fossiler Energien und somit unter anderem zu einer zunehmenden Vermeidung klimaschädlicher Treibhausgase. Im Jahr 2020 haben erneuerbare Energien ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen von rund 227 Millionen (Mio.) Tonnen ⁠CO2⁠-Äquivalenten vermieden.

Die Stromerzeugung durch erneuerbare Quellen hat dabei den größten Anteil an den vermiedenen Emissionen (181 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente, 80 Prozent der Gesamtmenge). Im Wärmesektor wurden Treibhausgase in Höhe von 36 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente vermieden (16 Prozent), durch Biokraftstoffe etwa 9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente (4 Prozent).

Die Menge der vermiedenen Treibhausgas-Emissionen hat sich innerhalt der letzten 10 Jahre fast verdoppelt. Treiber der Entwicklung ist vor allem die Stromerzeugung: Ihr Beitrag zur Vermeidung ist seit 2010 um etwa 150 Prozent angestiegen. Die Emissionsvermeidung durch Wärme und Verkehr hat sich in diesem Zeitraum hingegen kaum verändert.

Die Berechnungen des ⁠UBA⁠ zeigen, dass erneuerbare Energien insbesondere Steinkohle und Erdgas aus dem deutschen Energiemix verdrängen. Im Bereich der Wärmeversorgung führt der Einsatz erneuerbarer Energien vor allem zu Einsparungen von Heizöl. Im Verkehrsbereich werden vor allem Diesel- und Ottokraftstoff ersetzt.“

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen#emissionsbilanz

Weitere sehr interessante Informationen zu diesem gleich aus mehreren Gesichtspunkten so wichtigen Thema der Emissionsvermeidung durch durch die Erzeugung UND die Nutzung erneuerbare Energien finden Sie zudem hier:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/emissionsvermeidung-durch-erneuerbare

Mehrere Umweltschutzorganisationen gewinnen in Den Haag Klage gegen den Ölkonzern Shell – aber Achtung: Die Sensation ist es NOCH nicht.

Mehrere Umweltschutzorganisationen gewinnen in Den Haag Klage gegen den Ölkonzern Shell – aber Achtung: Die Sensation ist es NOCH nicht.

Das Gericht verurteilte Shell in einer weltweit Aufsehen erregenden Entscheidung dazu den Ausstoß von CO2 bis 2030 um 45 Prozent (netto) im Vergleich zum Jahr 2019 zu senken. Des Weiteren urteilten die Richter, dass diese Verpflichtung zu mehr Klimaschutz für alle eigenen Shell-Unternehmen, aber auch für die gesamten Zulieferer und sogar die Endabnehmer verpflichtend sei.

Der Ölkonzern hatte die geltend gemachten Forderungen der Umweltorganisationen (und 17000 Unterstützern) mit den Argument zurückzuweisen versucht, dass er sich schließlich selbst schon zu einem entsprechenden Klimaschutz und geplanten Maßnahmen verpflichtet habe. Genau diese sahen das Gericht aber als zu „wenig konkret und voller Vorbehalte“ an.

Das Urteil ist wegweisend aber noch in Bezug auf seine ganzen Auswirkungen mit ein wenig Vorsicht zu genießen.

Shell hat, wie zu erwarten war, Rechtsmittel eingelegt und daher ist hier noch keine echte „letzte Entscheidung“ gegeben. Es bleibt aber natürlich zu hoffen, dass die Instanzengerichte die erstinstanzliche Entscheidung bestätigen werden. Dann ist es wirklich die Sensation, die gerade überall schon etwas vorschnell kommuniziert wird. Noch ist es zwar bereits ein wegweisendes Urteil, dass aber erst nach seiner Rechtskraft wirklich zu einen gigantischen „Paukenschlag“ werden kann.

Die jetzige Entscheidung hat aber neben der unmittelbaren Kernaussage noch ein paar wirklich interessante Punkte hervorgebracht, die im allgemeinen Jubel gerade etwas unterzugehen drohen:

  1. Erstmalig wurde nicht nur ein Staat (wie die Niederlande übrigens selbst vorn knapp 6 Jahren) zur Einhaltung der Klimaschutzziele und konkreten Handlungen verurteilt, sondern ein privates Unternehmen. Wenn das Urteil so bestätigt wird, kann das tatsächlich zu einer weltweiten Klageflut führen und durch dieses drohende Risiko die Unternehmen unmittelbar zu schnelleren Handlungen zwingen.
  2. Das Gericht hat die von Shell vorgelegten eigenen Klimaschutzmaßnahmen als „zu wenig konkret und voller Vorbehalte“ geradezu vom Tisch geschmettert. DAS ist etwas viel wichtigeres, als viele Leser*innen es vielleicht zunächst vermuten, denn genau dieser Vorwand ist es, der auch zahlreichen Staaten gemacht werden kann. Man muss gar nicht weit schauen, denn die Bundesregierung selbst würde mit ihrem eigenen Maßnahmenkatalog aus dem schnell nachgebesserten Klimaschutzgesetz so wohl ebenfalls im Ergebnis „verlieren“. Allein die angegebenen viel zu langen Zeiträume und z.B. die fehlenden Sanktionen bei Nichteinhaltung, machen viele Regelungen leider wohl nur eher zu reinem Wahlkampfgerede.
  3. Es war wieder (siehe auch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gegen das Klimaschutzgesetz) ein Gericht, dass hier im Rahmen eines Urteils gezeigt hat, wie wichtig der Kampf gegen den Klimawandel ist UND das so klarstellt, dass das, was viele Regierungen und private Unternehmen aktuell tun, wohl einfach zu wenig ist. Die Gerichte machen also eigentlich gerade das, was die Politik sich weder traut noch ansatzweise sinnvoll zu konstruieren versucht. Die Kritik allein an den unzureichend bestimmten Maßnahmen im neuen Klimaschutzgesetzt ist ja bekannt.
  4. Wegweisend wäre bei einer Bestätigung des Urteils auch die weitereichende Verpflichtung der Richter*innen, dass das Urteil nicht nur für den Ölkonzern als solchen, sondern auch für dessen Zulieferer und Endabnehmer gelte.

Das Urteil ist unglaublich wichtig, wird es rechtskräftig wird es dann wirklich eine globale Sensation und ein wichtiger Meilenstein beim Kampf gegen den Klimawandel.

Ein Eisberg, größer als Mallorca, ist in der Antarktis vom Eis abgebrochen – oder warum unserer Nachrichten immer seltsamer werden.

Ein Eisberg, größer als Mallorca, ist in der Antarktis vom Eis abgebrochen – oder warum unserer Nachrichten immer seltsamer werden.

Am 20.05 ging es durch alle Onlinemedien: Ein Eisberg mit dem Namen A-76, größer als die spanische Urlaubsinsel Mallorca, hatte sich vom Eis gelöst und treibt nun durch das Weddel-Meer in der Antarktis.

Nun, dass in der Medienlandschaft am Anfang das Bild steht, und nicht mehr das Wort oder gar der Inhalt, ist ja nicht neu. Es verwundert daher nicht, dass das Satellitenbild dieses abgetrennten Eisgiganten allgegenwärtig war. Wird dessen unvorstellbare Größe dann zudem noch im dazugehörigen Text „bildlich“ durch einen Vergleich mit der Größe der Lieblingsinsel der Deutschen weiter „verständlicher“ gemacht, hat man als Autor*in schon gewonnen.

Schade nur, dass die meisten Menschen zwar diesen Teil der Nachricht wahrnehmen und kennen, bei der Frage der Hintergründe aber wahrscheinlich eher passen müssen. Versuchen Sie es selbst und fragen einfach ein paar Freude oder Freundinnen, was sie von dieser Meldung (noch) alles wissen.

Die eigentlichen und wirklich wichtigen Kernaussagen werden kaum beachtet, sind aber von großer Bedeutung: Der extreme Anstieg der weltweiten Temperaturen, besonders auch an den beiden Polen.

In der Arktis z.B. ist dieser offenbar sogar noch schneller vorangeschritten, als es die Wissenschaft befürchtet hatte. Neben den z.B. immer mehr freiwerdenden (und bislang im Eis gebundenen) Schadstoffen in den beiden Eisregionen und dem Ansteigen des Meeresspiegels und der der Flüsse hat ein kleiner werden der Eisflächen weitreichende und viele verschiede Folgen, so z.B., dass u.a. wesentlich weniger Sonnenstrahlung reflektiert wird, was zu einer weiteren Erwärmung führt, die ihrerseits zu einem weiteren Abschmelzen der Eisflächen führt…usw. usw…

Übrigens steigt der Meeresspiegel allein schon wegen der Erhöhung der Temperaturen an. Dieser Effekt wird dann aber durch das schmelzende Eis noch verstärkt.

Schade, dass unsere Medienlandschaft bei Inhalten, die sehr wichtig sind für alle Menschen, mit denselben Werkzeugen arbeitet wie bei einfachen und doch eher wertlosen Boulevardthemen. Die hier bei der Vielzahl der Leser*innen wahrscheinlich im Gedächtnis bleibende Erinnerung ist allein die des eiskalten Mallorca-Pendants, das nun langsam durch die Meere treibt und in vielen Jahren sich wahrscheinlich im wahrsten Sinne aufgelöst haben wird.

Und die Folge? Nun, es geht ja irgendwie auch um… Mallorca…Genau!

Nicht wenige werden sich also noch mehr auf ihren bald „endlich wieder möglichen“ Urlaub auf der Insel freuen. Am besten, man bucht direkt einen Flug…egal, wie viel Eis allein durch diesen einen Hin- und Rückflug zusätzlich vernichtet wird…aber das will gerade ja ohnehin keiner hören, insbesondere nicht, wenn doch die Kanzlerkandidatin der Grünen gerade, und schon sind wir im nächsten Bild, sogar die Billigflüge nach…klar „Mallorca“ offen kritisiert hat…

Aber was wollte ich eigentlich noch mal sagen?…

Immer mehr Todeszonen in den Weltmeeren

Immer mehr Todeszonen in den Weltmeeren

Die Vereinten Nationen haben in New York im Rahmen ihres zweiten „World Ocean Assessment“ neue Zahlen veröffentlicht, die mehr als nur besorgniserregend sind.

Die Zahl der sogenannten „Todeszonen“ in den Weltmeeren ist allein in der Zeit von 2008 bis 2019 von rund 400 auf fast 700 gestiegen. Unter einer Todeszone versteht die Wissenschaft sauerstoffarme Unterwassergebiete, in denen kaum noch Leben möglich ist. Eine der Hauptursachen sind Algenblüten, die nach dem Absterben auf den Meeresgrund sinken und dort von Bakterien abgebaut werden, die dafür aber Sauerstoff verbrauchen. Je mehr Algen also erzeugt werden, desto mehr Sauerstoff wird dem Wasser entzogen.

In vielen Bereichen dieser Todeszonen sind gerade in tieferen Regionen dadurch Bereiche entstanden, in denen es zum Teil sogar keinen Sauerstoff mehr gibt. Durch die u.a. auch durch die Landwirtschaft bei der Düngung der Felder erzeugten und dann über die Gewässersysteme in die Meere gelangen Nährstoffe (u.a. Phosphor und Stickstoff), wird das Algenwachstum aber immer mehr gefördert. Ein Teufelskreislauf. Hier steht insbesondere die industrielle Land- und Viehwirtschaft im Fokus und in der Verantwortung.

Betroffen sind hier im Übrigen besonders der Golf von Mexiko, das Südchinesische Meer und auch die Nord- und Ostsee.

Noch wichtig bei den Ergebnissen ist die Tatsache, dass die UN zudem eine klare Tendenz zu einer weiteren und fortlaufenden Verschlechterung sehen. Und diese ist offenbar wirklich extrem, denn die Wissenschaft sieht allein in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts eine Verdoppelung des allein durch den Menschen verursachten Stickstoffeintrags an den Küsten voraus. Verstärkt wird diese Entwicklung durch den – ebenfalls allein durch den Menschen verursachten – Anstiegs der Wassertemperaturen.

UN-Generalsekretär Guterres übertreibt daher wohl leider nicht, wenn er seinerseits in diesem Kontext auf die enorme Wichtigkeit und die Bedeutung der Weltmeere für den Klimawandel hinweist, denn diese stellen u.a. einen der größten CO2 Speicher dar.

Die Probleme in diesen sehr komplexen Schadstoff- und Risiko-Systemen der weltweiten Ökosysteme verschärfen sich, wie leider immer, gleich mehrfach gegenseitig, so hier z.B. durch die Zerstörung der Küstenregionen und den Anstieg des Meeresspiegels.

Ein weiterer Beweis dafür, dass der allein durch die Menschen verursachte und zu verantwortende Klimawandel in allen Ökosystemen deutlich, unmissverständlich und zweifelsfrei zu erkennen ist.

Ohne Ausnahme in allen weltweit und immer mit katastrophalen Prognosen für unsere Zukunft.

Mehr Infos:

https://www.un.org/regularprocess/woa2launch

https://ioc.unesco.org/our-work/first-world-ocean-assessment

https://www.un.org/regularprocess/content/first-world-ocean-assessment