Aktionswoche: Deutschland rettet Lebensmittel!

Aktionswoche: Deutschland rettet Lebensmittel!

In der Zeit vom 29. September bis zum 06. Oktober 2021 findet die zweite bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ von „Zu gut für die Tonne!“ statt. Mit verschiedenen Aktionen und rein digitalen Anegboten sollen die Teilnehmer:innen für mehr Wertschätzung unserer Lebensmittel in der Öffentlichkeit eintreten und auf das Problem der Verschwendung von Lebensmitteln hinweisen.

Mitmachen können alle, ganz egal ob einzelne Personen, Organisationen, Verbände, Vereine oder Unternehmen.

Ein wichtiger Beitrag, denn die Verschwendung von Lebensmitteln ist unter mehreren Aspekten nicht hinnehmbar und schädigt insbesondere in hohem Maße die Umwelt gleich mehrfach, denn würden wir allein nur die weggeworfenen Lebensmittel erst gar nicht produzieren, hätte allein dies einen enormen Einfluss auf den Klimawandel.

Mehr Infos hierzu:

https://www.verbraucherzentrale.de/geniessen-statt-wegwerfen-lebensmittelverschwendung-stoppen-58985

Mehr Infos zu der Aktion unter:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Termine/DE/2021-aktionswoche-deutschlandrettetlebensmittel.html

Aktionswochen-Motiv: Schriftzug "Rettet mit! Ihre Aktion für Deutschland rettet Lebensmittel" vom "29.09 bis 06.10.2021" neben einer krummen Karotte und mit Zu gut für die Tonne- sowie BMEL-Logo

Quelle: Bild: https://www.bmel.de/SharedDocs/Termine/DE/2021-aktionswoche-deutschlandrettetlebensmittel.html

Der EuGH hat Klarheit geschaffen: Einschränkungen beim Einsatz von Neonicotinoide rechtmäßig

Der EuGH hat Klarheit geschaffen: Einschränkungen beim Einsatz von Neonicotinoide rechtmäßig

Der EuGH bestätigt Genehmigungsbeschränkungen von Neonicotinoiden

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 06.05.2021 einen schon seit längerem bestehenden Rechtsstreit nun endlich zu Gunsten der Biodiversität und zum Schutz der Bienen entschieden. Die EU-Kommission hatte bereits 2013 einige Genehmigungen für den Einsatz von Pestiziden erheblich engeschränkt und der EuGH hatte diese Prais dann auch im Jahr 2018 bestätigt. Dagegen ist aber ein Chemiekonzern (Bayer) vorgegangen und ist nun endgültig unterlegen.

Die Genehmigungen für Pestizidprodukte nach Art. 21 der Verordnung (EG) 1107/2009 dürfen also zurecht eingeschränkt werden, weil ernsthafte Zweifel an ihrer Unschädlichkeit festgestellt werden konnten. Die Richter:innen sahen es daher als erwiesen an, dass es ausreichende wissenschaftliche Hinweise dafür gebe, das diese erhebliche Risiken besonders für Bienen haben.

Siehe auch:

https://www.aurelia-stiftung.de/wp-content/uploads/2021/05/PM_06.05.21_EuGH-Urteil-Neonics.pdf

Weniger Pestizide im Wald sind möglich!

Weniger Pestizide im Wald sind möglich!

Am 30.07.2021 wurde in der Sendung „Unser Land“ des Bayerischen Rundfunks ein sehr spannender Bericht über mögliche Einsparungen beim Einsatz von Pestiziden in unseren Wäldern gezeigt. Besonders interessant sind die eigentlich doch sehr leicht durchzuführenden Maßnahmen z.B. beim Kampf gegen den Borkenkäfer, die sehr deutlich machen, dass nicht immer zum letzten Mittel der Pestizide gegriffen werden muss.

https://www.br.de/mediathek/video/gehts-auch-ohne-pestizide-im-wald-av:6104314c46603000070291d6

Quelle Bild:

https://www.br.de/mediathek/video/gehts-auch-ohne-pestizide-im-wald-av:6104314c46603000070291d6

EU will „grüne Anleihen“ schaffen

EU will „grüne Anleihen“ schaffen

Die EU-Kommission hat gestern eine neue Strategie vorgelegt, um durch diese praktisch große Tiele des gesamten Finanzsystem der EU „nachhaltiger zu gestalten“. Sie schlägt dazu u.a. einen neuen europäischen Standard für sog. „grüne Anleihen“ vor.

Valdis Dombrovskis machte auch deutlich, warum hier solche neue Strategieen erforderlich sind: Die Kommission gehe bereits heute davon aus, dass bis 2030 allein in der EU jährlich rund 480 Milliarden Euro zusätzlicher Investitionen notwendig sein werden.

Und da selbst die Mitgliedsstaaten der EU gemeinsam mit dieser diese unglaublichen Summen schlichtweg nicht aufbringen können, soll nun ein System möglicher grüner Anleihen etabliert werden, das dann von der EU aktiv gefördert werden soll. Um die von der Kommission sehr offen angesprochene Gefahr eines weiteren „Greenwashings“ entgegenzuwirken, sollen klare Standards festgelegt und Kontrollmechanismen eingesetzt werden.

Eine gute Idee, die aber mittelbar auch unglaublich Ansgt macht, denn die Zahlen sind so hoch, dass man sich doch einfach fragen muss, was geschieht, wenn diese Mittel durch diese Startegie nicht erreicht werden können.

Bei diesen unglaublich hohen Zahlen sind selbst geringste Abwichungen von den selbst gesteckten Zielen mit finanziellen Beträgen verbunden, die dann wohl überhaupt nicht mehr erreicht werden können. Wie auch?

Und was das für den Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben bedeutet, sehen wir alle schon heute.

Es wäre daher schön, wenn die EU hier einen „Plan B“ hätte, denn eigentlich muss sie diesen haben, bei den von Ihr selbst ermittelten Zahlen, oder?

Oder noch provokanter ausgedrückt:

Ist dies nicht schon „der Einstieg in den Ausstieg“ und in eine Entschuldigung (oder Gewissheit?), dass wir uns, wenn wir ehrlich sind, den Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben doch eigentlich schon heute erkennbar gar nicht leisten können?

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_3405

45,4% des verbrauchten Stroms stammen aus erneuerbare Energien

45,4% des verbrauchten Stroms stammen aus erneuerbare Energien

Das Bundesumweltamt hat in einer ausführlichen Stellungnahme die neuen Zahlen zur Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland veröffentlicht. Es ist sehr schön zu sehen, dass wir aktuell bereits 45,4% des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Im Vergleich: 2015 waren es nur 31,5%.

Hier die umfangfreichen Ergebnisse des Bundesumweltamtes:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen

Besonders intereesant sind die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen des BUM in Bezug auf die durch die erneuerbaren Energien eingesparten Treibhausgase. Es schreibt hierzu:

„Die steigende Nutzung erneuerbarer Energien führt zu einer Verdrängung fossiler Energien und somit unter anderem zu einer zunehmenden Vermeidung klimaschädlicher Treibhausgase. Im Jahr 2020 haben erneuerbare Energien ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen von rund 227 Millionen (Mio.) Tonnen ⁠CO2⁠-Äquivalenten vermieden.

Die Stromerzeugung durch erneuerbare Quellen hat dabei den größten Anteil an den vermiedenen Emissionen (181 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente, 80 Prozent der Gesamtmenge). Im Wärmesektor wurden Treibhausgase in Höhe von 36 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente vermieden (16 Prozent), durch Biokraftstoffe etwa 9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente (4 Prozent).

Die Menge der vermiedenen Treibhausgas-Emissionen hat sich innerhalt der letzten 10 Jahre fast verdoppelt. Treiber der Entwicklung ist vor allem die Stromerzeugung: Ihr Beitrag zur Vermeidung ist seit 2010 um etwa 150 Prozent angestiegen. Die Emissionsvermeidung durch Wärme und Verkehr hat sich in diesem Zeitraum hingegen kaum verändert.

Die Berechnungen des ⁠UBA⁠ zeigen, dass erneuerbare Energien insbesondere Steinkohle und Erdgas aus dem deutschen Energiemix verdrängen. Im Bereich der Wärmeversorgung führt der Einsatz erneuerbarer Energien vor allem zu Einsparungen von Heizöl. Im Verkehrsbereich werden vor allem Diesel- und Ottokraftstoff ersetzt.“

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen#emissionsbilanz

Weitere sehr interessante Informationen zu diesem gleich aus mehreren Gesichtspunkten so wichtigen Thema der Emissionsvermeidung durch durch die Erzeugung UND die Nutzung erneuerbare Energien finden Sie zudem hier:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/emissionsvermeidung-durch-erneuerbare

Neues Ökozid-Gesetz in Frankeich geplant

Neues Ökozid-Gesetz in Frankeich geplant

Wer in Frankreich Umweltschäden verursacht, dem drohen nun zukünftig Haftstrafen oder hohe Bußgelder. Das sieht ein Gesetzentwurf vor. Wichtig ist, dass dieser Entwurf aktuell jedoch nur ein vorsätzliches Handeln unter Strafe stellt und fahrlässiges Handeln ausnimmt. Dennoch ein wichtiger und richtiger Schritt, denn bei einer Androhung von bis zu 10 Jahren Haft und Bußgeldern von bis zu 4,5 Mio EUR, werden sicherlich mehr Menschen nachdenken, bevor sie weiterhin das Wasser, die Luft oder den Boden durch ihr Verhalten schädigen. Es wurde gerade in den letzten Jahren leider immer deutlicher, dass solche Strafen offenbar notwendig sind.

Es bleibt zu hoffen, dass solche Ökozid-Gesetze möglichst schnell in allen Staaten der Erde in Kraft treten werden.

Weitere Infos unter:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/frankreich-oekozid-101.html