Das Umweltbundesamt fordert von den Menschen eine Halbierung des Fleischkonsums

Das Umweltbundesamt fordert von den Menschen eine Halbierung des Fleischkonsums

In 2020 haben die Menschen in Deutschland wohl „öfter“ mal auf Fleisch verzichtet. Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, fordert jedoch weitere erhebliche Einschränkungen, nämlich eine Halbierung des Fleischkonsums. Das hätte dann positive und nachhaltige Auswirkungen auf den Klimaschutz, da nur eine solche Halbierung die Massentierhaltung in dem erforderlichen Maße reduzieren könnte.

Recht hat Messner, nur wird hier eine solche Forderung, besonders in der Art und Weise, wie sie formuliert wurde, vielleicht wenig bringen als erhofft. Wahrscheinlich wäre eine weitergehende sachliche Aufklärung sinnvoller. Die jetzig kommunizierte und geforderte Reduzierung ist in Bezug auf ihre Ursachen ggf. auch mit ein wenig Vorsicht zu genießen, denn wir haben im Durchschnitt nur 750 Gramm weniger Fleisch pro Einwohner gegessen, pro Jahr wohlgemerkt.

Nun also „nur noch“ 57,3 Kg pro Jahr und Einwohner. Das sind also nur rund 1,3% weniger und die Zahl muss vielleicht noch etwas genauer gelesen werden: Beim Konsum von Schweinefleisch ging der Wert um 940 Gramm zurück, bei Rind und Kalb jedoch nur um 40 Gramm und beim Geflügelfleisch nahm er sogar um 180 Gramm zu. Da muss man sich fragen, ob diese Zahlen nicht im Wesentlichen den Fleischskandalen in den Schlachthäusern und der Coronapandemie (weniger (Grill-) Parties?) zuzuschreiben sein könnte und die Zahl daher ohne diese Ereignisse nicht sogar vielleicht sogar weiter gestiegen wäre.

Der längst notwendige Wechsel zu Qualität statt Quantität, ist also umso wichtiger und das BUA würde vielleicht mit weiteren Aufklärungen mehr erreichen, als der gesamten Gesellschaft eine solche Forderung zuzuwerfen, die doch eigentlich keiner hören will, denn: Wer will schon auf 50% von etwas sofort verzichten? Egal von was? Und welches Bild entsteht in der Gesellschaft, wenn man solche „hartklingenden“ Forderungen stellt und dann vielleicht nebenbei behauptet, dass „nur“ dann eine positive Wirkung eintrete. Das Erreichen einer breiten Motivation in der gesamten Gesellschaft, eine sachliche Aufklärung und das Aufzeigen des Bildes, was bei einer Halbierung möglich ist, wären zur Erreichung des Zieles vielleicht von größerem Vorteil gewesen.

Zudem ist die hier zu Grunde liegende Problematik, wie leider meist in diesem Kontext, weitaus komplexer, denn wir müssen eine umfassende Änderung in vielen Bereichen unseres Lebens erreichen und sowohl auf der Nachfrage- als auch auf Erzeugerseite. Und das alles, so schnell es geht, denn die Auswirkungen gerade der Massentierhaltung (unmittelbar und mittelbar) auf den Klimawandel sind unstreitig und ist und bleibt eine der wesentlichen Schrauben an der wir drehen müssen. Alle. Sofort. 

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/umweltbundesamt-fordert-halbierung-des-fleischkonsums-a-099ab400-83be-41f9-8313-5e6d415023d0

Deutscher Wetterdienst warnt vor einem Temperaturanstieg von bis zu 4 (!) Grad!

Deutscher Wetterdienst warnt vor einem Temperaturanstieg von bis zu 4 (!) Grad!

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat mitgeteilt, dass er aufgrund neuerer Analysen aktuell von einem Temperaturanstieg von bis zu 4 Grad ausgehe. Klar gestellt wird dabei, dass es nach Ansicht der Experten nicht ausreiche, was wir gerade tun, um zu versuchen den Klimawandel aufzuhalten.

Im Gegenteil:

Der Kohlendioxid Ausstoß geht nach den Erkenntnissen der Fachleute nämlich unvermindert weiter. Daran haben übrigens, wie nun ebenfalls festgestellt wurde, die gesamten extremen weltweiten Beschränkungen durch Corona nur kurz, im Ergebnis aber wohl so gut wie gar nichts geändert.

Wichtig ist, dass der DWD klarstellt, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland unmissverständlich und unstreitig erkennbar und nachweisbar sind: 2020 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Und das übrigens wiederum nicht nur in Deutschland, sondern weltweit!  Des Weiteren hat die Meereisfläche in der Arktis den zweitniedrigsten jemals gemessenen Wert erreicht.

Die weltweiten Wetterextreme haben ebenfalls extrem zugenommen, in deren Häufigkeit und den jeweiligen Auswirkungen. In einigen Regionen der Welt lagen so z.B. die Niederschlagsmengen um 500% über dem vieljährigen Mittelwert und die Anzahl der sog. schweren Stürme haben ebenfalls neue Rekordwerte erreicht. So wurden z.B. die Folgen der katastrophalen Feuerkatastrophe in Australien nur wenige Wochen später durch extreme Überschwemmungen sogar noch einmal übertroffen. Alles wird also immer extremer und die Extreme selbst treten in immer kürzeren Abständen auf. Übrigens eine Entwicklung, die die Experten und der Weltklimarat bereits in den 90er Jahren ganz klar prognostiziert haben!

Gerade für die Landwirtschaft war 2020 ein weiteres schweres Jahr. 8 Monate des Jahres waren viel zu trocken und die restlichen 4 dafür viel zu nass und 11 der 12 Monate waren im dritten Jahr in Folge viel zu warm.

Nur durch den Regen im Spätsommer konnte zumindest in einigen Regionen Deutschlands noch ein Totalausfall von einigen Ernten vermieden werden. Die Prognosen für dieses Jahr sehen leider wieder schlecht aus und dieses Jahr wird nach 3 trockenen Jahren nicht nur für die Landwirtschaft, sondern u.a. auch für den gesamten Wald eine, vielleicht die letzte, harte Prüfung werden. Wenn es nicht sehr viel im April regnen wird, wird es hier für beide Bereiche sehr gefährlich.

Der DWD hat übrigens noch etwas Anderes bestätigt: Die CO2-Konzentration ist trotz der weltweiten extremen Corona-Beschränkungen (insbesondere auch der Wirtschaft) weiter gestiegen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die globale Mitteltemperatur nachweislich schon um 1,1 Grad gestiegen und in Deutschland sogar schon heute um unglaubliche 1,6 Grad!

Ich sage es noch einmal:

Wenn wir es nicht einmal schaffen, mit den von allen gehassten Be- und Einschränkungen durch die Coronapandemie diese Entwicklung aufzuhalten, wann und wie dann?

Sobald die Beschränkungen weniger werden, werden wahrscheinlich viele Menschen sehr schnell alles nachholen, was sie in den letzten 12 Monaten so schmerzlich vermisst haben: Der dann u.a. drohende rasante Anstieg z.B. der weltweiten Flüge und das Hochfahren der Wirtschaft aufgrund der gesteigerten Nachfragen, wird uns wohl dann leider noch schneller und sicherer direkt in die Katastrophe führen. Ein Rückgang ist hier jedenfalls nicht zu erwarten, wenn alles wieder „starten“ wird.

Zudem war übrigens auch der Winter 2020/2021 hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge.

Was muss noch geschehen, was muss noch bewiesen werden, damit endlich das passiert, was ohnehin schon lange unvermeidbar ist?

https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2021/20210226_deutschlandwetter_winter2020_2021_news.html

www.dwd.de

Neue Ausstellung: „Das zerbrechliche Paradies“ im Gasometer in Oberhausen

Neue Ausstellung: „Das zerbrechliche Paradies“ im Gasometer in Oberhausen

Nach aktuellen Planungen, soll nun wohl im Sommer die eigentlich für das Frühjahr geplante Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ im Gasometer in Oberhausen starten. Ob und inwieweit die Termine aufgrund aktueller coronabedingter Beschränkungen dann aber wirklich eingehalten werden können, muss man abwarten. Bitte schauen Sie direkt beim Gasometer (Adresse: s.u.) nach.

Geplant ist jedenfalls auf 3 Ebenen die „Klimageschichte“ der gesamten Erde zu zeigen. Ein Schwerpunkt wurde dabei auf zahlreiche Foto- und Videoaufnahmen gelegt (mit vielen preisgekrönten Arbeiten), die den Besucher*innen die Schönheit unserer Natur, die Artenvielfalt, aber auch die Probleme und Risiken des Klimawandels und des Artensterbens aufzeigen sollen. Eine bildgewaltige Reise von dem einen Pol über die Regenwälder und weiteren Regionen zum anderen Pol und somit praktisch in nahezu alle Regionen unserer Erde.

In einem technisch wohl besonderen Teil der Ausstellung, kann man mittels neuartiger 3-D Technik durch den Nationalpark Tumucumaque (das größte Regenwaldschutzgebiet der Erde) wandern. Der „Blick“ der Zuschauer*innen soll dabei sowohl auf die Einzigartigkeit der Natur und die Notwendigkeit ihres Schutzes, als auch auf mögliche Lösungsansätze für bereits bestehende Probleme und Risiken gelegt werden.

Das absolute Highlight dürfte aber wohl die „Erde“ in dem großen fast 100m hohen und bei jeder Ausstellung immer wieder unglaublich beeindruckenden Gasometerinnenraum sein. Auf die dort „frei schwebende“ rund 20m große Weltkugel werden extrem hochauflösende Satellitenbilder projiziert. Die Erde wird so in kaum vorstellbarer Art praktisch zum Leben erweckt und die Zuschauer*innen blicken quasi aus dem All auf sie. Eine Perspektive, die nur sehr wenigen Menschen in der Realität überhaupt möglich ist. Die Auflösung der Bilder soll dabei übrigens siebenmal höher sein, als in einem digitalen Kino. Realistischer wird es wohl kaum mehr möglich sein.

Es bleibt zu hoffen, dass wir trotz der Corona-Beschränkungen diese faszinierende Ausstellung (möglichst bald) werden besuchen können. Sie ist spannend, interessant und technisch aufwendig. Sie ist aber zudem einfach auch sehr wichtig, denn je mehr wir alle immer wieder mit dem Klimawandel, dem Artensterben und den Folgen für uns alle konfrontiert werden, desto besser. Und gerade Bilder berühren uns wohl meist viel mehr als Worte und Zahlen.

Meiner Meinung nach daher unbedingt empfehlenswert.

Mehr Informationen unter:

https://www.gasometer.de/de/ausstellungen/das-zerbrechliche-paradies

www.gasometer.de

Der Fleischkonsum der Menschen ist noch immer der größte Naturzerstörer

Der Fleischkonsum der Menschen ist noch immer der größte Naturzerstörer

Ein neuer Bericht der UNO macht noch einmal deutlich und unmissverständlich klar, was der Fleischkonsum, insbesondere in der aktuellen großen Menge, für die Natur bedeutet. Es ist einfach: Je mehr Fleisch die Menschen verzehren, desto größer und schneller wird die Natur umfangreich zerstört und schon heute ist der immense weltweite Fleischkonsum die Ursache Nummer 1. Neben den unmittelbaren Faktoren, bedingt u.a. z.B. durch die Ausscheidungen der Tiere, ist es besonders die weltweit immer mehr zunehmende Futtermittelproduktion, die wiederum unmittelbar und mittelbar die Natur zerstört und zahlreiche Lebensräume für immer vernichtet und die Artenvielfalt in kaum vorstellbarem Ausmaße dezimiert.

Die Landwirtschaft, die nur noch den Hunger der Tiere decken soll, ist nicht nur die intensivste, sondern leider auch meist die mit dem höchsten Einsatz an Pestiziden. Zudem werden durch die hier nahezu ausnahmslos anzutreffenden Monokulturen und die steigende Umwidmung immer neuer Gebiete vormaliger natürliche Ökosysteme hin zur reinen Produktion von Futtermitteln weitere Zerstörungsvorgänge in Gang gesetzt.

Wohl schon heute werden rund 30% der von Menschen produzierten und zu verantwortenden Treibhausgasemissionen durch die Landwirtschaft verursacht. Der Verlust der Biodiversität ist enorm und in einigen Regionen so weit fortgeschritten, dass eine Umkehr kaum noch möglich sein wird. Zudem, und das muss auch klar gesagt werden, fehlen diese Flächen dann auch für den Anbau der unmittelbaren Grundnahrungsmittel der gesamten pflanzlichen Ernährung der Menschen.

Hinzu kommen weitere Faktoren, wie z.B. der enorme Verbrauch von Wasser und Energie, allein um das Futtermittel für die Tiere herzustellen, die dann wiederrum Wasser und weiterer Energie bei ihrem Wachstum (ver-) brauchen.

Was zudem solche Eingriffe in immer mehr Regionen und Lebensräume verschiedenster Pflanzen- und Tierarten bedeuten kann, zeigt uns die aktuelle Coronapandemie. Je mehr Lebensräume von Wildtieren eingeschränkt werden und je näher wir diesen z.B. durch den landwirtschaftlichen Anbau kommen, desto größer ist das Risiko, dass in Zukunft weitere Pandemien entstehen und auf den Menschen übergehen könnten.

Die Menschheit muss heute nicht nur gegen den Klimawandel und das Artensterben kämpfen, sondern auch gegen die bestehende und in Zukunft weiter drohende neue Pandemien. 3 große Aufgaben. Aktuell drei zu große Aufgaben, wie es den Anschein macht.

Besonders gefährlich ist dabei der Umstand, dass die drei Bereiche sich untereinander und gegenseitig verstärken. Ein Leben mit immer neuen Pandemien wird umso wahrscheinlicher, wenn wir den Klimawandel und das Artensterben nicht schnellst möglichst aufhalten können. Was das bedeutet, zeigt die aktuelle Pandemie, leider aber wohl nur in einer noch abgeschwächten Form, denn zukünftige Pandemien könnten weiter schlimmer werden. Wobei uns klar sein muss, dass wir aktuell kaum was gegen den Klimawandel und das Artensterben unternehmen und die Coronapandemie noch lange nicht vorbei sein wird. Und selbst wenn, es wird in vielen Bereichen nie mehr so sein, wie vor der Pandemie.

Wir alle müssen sofort unseren Fleischkonsum drastisch reduzieren oder, noch besser, gleich auf den Verzehr ganz verzichten. Wer in Zukunft weiterhin Fleisch konsumieren will, muss nicht nur sehr viel weniger davon essen, sondern auch auf die Herkunft und die (art- und umweltgerechte) Erzeugung des Fleisches, der Futtermittel, dem Transport, dem Tierwohl usw. achten. Dass Fleisch dann aber sehr viel teurer sein wird, ist selbstverständlich.

Quelle:  https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/uno-bericht-fleischkonsum-ist-groesster-naturzerstoerer-a-0b441812-4ed4-44ca-91a9-a83dedca4dbc

Weitere Infos: https://www.chathamhouse.org/2021/02/food-system-impacts-biodiversity-loss/summary

Was bedeutet eigentlich „Adaptation“ beim Kampf gegen den Klimawandel?

Was bedeutet eigentlich „Adaptation“ beim Kampf gegen den Klimawandel?

Der Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben zeigt deutlich, dass wir heute nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens hinterfragen und in aller Regel den neuen Gegebenheiten und Anforderungen, entstanden durch den Klimawandel und seinen Folgen, durch neue Verfahren, Prozesse und Strategien kontinuierlich anpassen müssen.

Immer wieder liest man in diesem Zusammenhang von einer sog. Adaptation. Im Bereich der Klimapolitik wird der Begriff zudem meist im Zusammenhang mit der Mitigation (Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen) genannt. Aber was meint der Begriff hier in diesem Kontext überhaupt?

Unter einer Adaptation versteht zunächst einmal nur eine „Anpassung“. Wenn man sich dann aber die Verwendung des Begriffs in der Wissenschaft genauer ansieht, erkennt man, dass damit doch viel mehr gemeint ist. So ist darunter u.a. ein echtes strategisches Handeln gegenüber entweder bereits bestehenden oder drohenden Veränderungen zu verstehen. Im Kampf gegen den Klimawandel sind das z.B. alle Ansätze, die die bereits bestehenden Klimaveränderungen erkennen und darauf basierend neue Prozesse und Verfahren entwickeln, wie man diesen entgegentreten und die weitere Verbreitung oder Verschlechterung wieder rückgängig, stoppen oder zumindest deren Auswirkungen mildern kann.

Die Bundesregierung hatte so z.B. bereits im Dezember 2008 die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) beschlossen. Im Jahr 2011 folgte dann der Aktionsplan Anpassung (APA), der Schritte zur Weiterentwicklung und Umsetzung der DAS festlegte.

Im Jahr 2015 wurde ein Fortschrittsbericht zur Strategieumsetzung veröffentlicht. Auch viele Bundesländer haben bereits eigene Anpassungsstrategien ausgearbeitet. Eine europäische Anpassungsstrategie wird seit 2013 umgesetzt.

(Quelle:https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpassung-an-den-klimawandel-0#wer-muss-sich-an-den-klimawandel-anpassen)

Aber:

Wie immer, sind es aber die Taten, das Handeln, das wichtig ist und nicht deren Bezeichnung.

Weitere Infos:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpassung-an-den-klimawandel-0#wer-muss-sich-an-den-klimawandel-anpassen

Rückgang der Weichtiere im östlichen Mittelmeerraum um bis zu 95%

Rückgang der Weichtiere im östlichen Mittelmeerraum um bis zu 95%

Paolo Albano von der Universität Wien hat mit seinem Forschungsteam neue und leider keine guten Ergebnisse und Zahlen veröffentlicht. Nach den Untersuchungen seines Institutes hat sich der Zustand des Meers an der gesamten israelischen Küste extrem verschlechtert. So hat dort die Zahl der Muscheln, Schnecken und weiterer sogenannter Wirbelloser um fast 95% abgenommen. Nach Ansicht der Forscher hat sich das Bild gerade in den flacheren Teilen in ungeheurem Maße verändert.

Nicht nur, dass dieses echte Massensterben zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, siedeln sich nun wohl zudem immer mehr tropische Arten dort an. Der Verlust der Diversität ist erheblich und wird sich nach Ansicht der Fachleute sogar wohl weiter fortsetzen.

Bereits heute gehören die Gewässer vor Israel zu den wärmsten des gesamten Mittelmeers. Die Temperatur hat sich so dort allein in der Zeit zwischen 1980 und 2013 um unglaubliche 3 Grad erhöht. Im Sommer werden nun an vielen Abschnitte Wassertemperaturen von 32 (!) Grad erreicht.

Die Ursache für das Sterben ist auch hier wieder im Wesentlichen die Erhöhung der Wassertemperatur, die wiederum verursacht wird durch den Klimawandel. Leider befürchten die Wissenschaftler, dass eine ähnliche Entwicklung auch in anderen Regionen des gesamten Mittelmeerraumes zu erwarten ist. Albano sieht leider kaum noch Chancen, dass diese Entwicklung in ihrem jetzigen Stadium überhaupt noch einmal wieder umgekehrt werden kann. Er hofft jedoch, dass bei einem unmittelbaren, schnellen und konsequenten Wandel und einer umgehenden und extremen Reduzierung der Kohlenstoffemissionen zumindest einige andere Regionen vielleicht noch vor dem totalen Zusammenbruch gerettet werden können.

Mehr Infos: https://medienportal.univie.ac.at/presse/aktuelle-pressemeldungen/detailansicht/artikel/biodiversitaets-kollaps-im-oestlichen-mittelmeer/